Herz-Törtchen {Mürbeteig / Orangensahne / Meringue / Vanille}

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An dem Trend der "Number-Cakes" kommt man auf Instagram momentan einfach nicht vorbei. Die Törtchen schauen soooo verführerisch aus, sind liebevoll verziert und wirken wie filigrane Schönheiten, denen man „böse“ Kalorien fast nicht zutraut. Für mich symbolisieren sie vor allem eines, den Frühling. Zu Valentin finde ich, dass sie eine ebenbürtige Alternative zu all dem Rot bieten, dem ich durchaus nicht abgeneigt bin, aber es muss ja nicht immer Rot sein. Kurzum, ein kleines Herz-Törtchen in diesem Stil schien mir perfekt für den Tag der Liebenden. Sicherlich wird es im Laufe des Frühlings & Sommers noch mehr Törtchen dieser Art in der Kuchenwelt geben. 

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Meinen Lieblingsmürbeteig von Peggy Porschen, habe ich mit Orangensahne und herber Orangenmarmelade gefüllt und mit Obst und Meringue verziert. Schaut das nicht großartig aus?

Zutaten für die Böden

  • 200g Mehl
  • 100g feiner Zucker
  • 100g Butter
  • 1/2 Ei
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Orangencreme

  • 150g türkischen Joghurt
  • 50ml Orangensaft
  • Abrieb von einer Orangenschale
  • 1 Beutel Sofort-Geliermittel (für 250ml Flüssigkeit)
  • 200g Schlagsahne
  • 2 Tl San Apart
  • 1 El bittere Orangenmarmelade  

Zutaten für die Dekoration

  • Kumquats
  • Meringue-Tupfen
  • Melissen oder Minzblättchen
  • Physalis
  • Krokant
  • ggf. etwas essbares Blattgold

Zubereitung

 Für den Mürbeteig schmelze ich die Butter und füge Zucker und Ei hinzu. Mit einem Schneebesen so lange rühren bis der Zucker aufgelöst ist. Die Muttermischung in einer großen Schüssel zum Mehl und Salz geben und mit einem Teigschaber einen homogenen Teig herstellen. Eventuell mit den Händen noch einmal gründlich durchkneten und in Frischhaltefolie für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. 

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den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und den Teig 4-5 mm dünn ausrollen. Dazu eignet sich eine Silikonmatte. 12 große Herzen ausstechen und mit Hilfe eines kleinen Herzausstechers das Innere ebenfalls herzförmig ausstechen. Die Kekse für ca. 10 Minuten im Ofen backen. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Den übrigen Teig für kleine Herzen oder andere Kekse oder Tartlets verwenden.

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Für die Füllung die Sahne mit dem San Apart steif schlagen und bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen. Joghurt, Orangensaft und Abrieb verrühren und die Gelatine nach Pachungsanleitung unterrühren. Sobald der Joghurt zu gelieren beginnt die Sahne unterheben und in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. Die Creme evtl. noch einen Moment im Kühlschrank anziehen lassen und dann gleichmäßig Tupfen auf die Herzen spritzen. Bei den unteren Hälften etwas Orangenmarmelade auf die Sahne geben und dann beide Hälften zusammen setzen. 

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Die Törtchen mit Obst, Krokant, Blättchen, den Meringue und ggf. dem Blattgold verzieren. Die Herzen sollten rasch verzehrt werden, da der Mürbeteig sonst seinen Crunch verliert. Sie halten aber im Kühlschrank auch ein bis zwei Tage.

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

 

Clown Torte {Fondant / Vanille / Himbeere / Meringue}

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Zum ersten Mal seit vielen Jahren plane ich Rosenmontag in meiner Heimatstadt zu sein und mal wieder ein bisschen Karnevals-Luft zu schnuppern. Passend dazu gibt es eine Motivtorte und was würde da besser passen als ein Clown? Inspiriert hat mich ein wunderschönes Kinderbuch, das mein Sohn momentan sehr liebt und das auch ich als Kind viel gelesen habe: "Die dumme Augustine" von Otfried Preußler. Kennt ihr das? Eine wunderschön bebilderte Geschichte über eine Clown-Familie und der Aufgabenteilung zwischen Männern und Frauen im Haushalt - ziemlich fortschrittlich für damalige Zeiten. ;-)

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Die Torte habe ich aus drei Vanille-Böden mit einer Himbeer-Mousse zusammen gesetzt. Da die Mousse Joghurt enthält, habe ich die gesamte Torte einmal mit einer Meringue-Buttercreme umhüllt. Das ist notwendig, damit die Torte mit Fondant eingekleidet werden kann, da der Fondant ansonsten schwitzen und seine Form verlieren würde. Den Clown und die Dekoration habe ich bereits im Vorfeld modelliert.   

Zutaten für die Böden

  • 260g Zucker (je zur 1/2 brauner und weißer Zucker)
  • 300g weiche Butter
  • 5 Eier (ergeben auch etwa 300g)
  • 100ml Schlagsahne
  • 2 Tl Backpulver
  • 300g Mehl
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Himbeermousse

  • 200g Himbeeren (frisch oder TK-Ware)
  • 1-2 El Süßungsmittel (Zucker oder Reissirup)
  • 1 Beutel Sofort-Gelatine (oder ein anderes Geliermittel für 250ml Flüssigkeit
  • 250ml Schlagsahne
  • 150g türkischer Joghurt
  • 1 Beutel Sofort-Gelatine (oder ein anderes Geliermittel für 250ml Flüssigkeit)

Zutaten für die Meringue Buttercreme

  • 2 große Eiweiß
  • 100g feiner Zucker
  • 125g zimmerwarme Butter

Zutaten für die Dekoration

  • ca. 800g Fondant (weiß)
  • ca. 200g Blütenpaste
  • Lebensmittelfarbe nach Vorliebe
  • evtl. Lebensmittelkleber
  • einige Zahnstocher

Zubereitung

Bei Motivtorten mit Figuren empfiehlt es sich mit dem Modellieren der Figur schon einige Tage bevor die Torte fertig sein soll zu beginnen. Für den Clown kleine Portionen von Blütenpaste und Fondant sorgfältig miteinander verkneten und nach Bedarf mit Lebensmittelfarbe färben. Den Clown modellieren und die einzelnen Teile (Beine und Füße, Oberkörper und den Kopf) separat trocknen lassen. Erst zum Schluss alles mit Hilfe von Zahnstochern zusammen setzten, wobei die Zahnstocher in den Beinen bereits während der Fertigstellung für die notwendige Stabilität sorgen.

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Die Luftschlagen mit Hilfe von Strohhalmen modellieren. Für das Konfetti habe ich runde Spritztüllen als Ausstecher verwendet. Die Dekoration mit Hilfe von etwas Wasser oder Lebensmittelkleber auf der Torte anbringen.  

Zwei Tage bevor die Torte fertig werden soll backe ich den Boden. Dazu ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. In der Küchenmaschine rühre ich die weiche Butter mit dem Zucker schaumig. Die Eier kommen einzeln hinzu und werden jeweils gründlich untergemischt. Die Masse sollte luftig und blass gelb sein. Die Sahne hinzugeben und das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz mischen und nur ganz kurz mit einem Teigschaber unterheben. Den Teig auf dem vorbereiteten Backblech glattstreichen und für ca. 20-25 Minuten im Ofen backen und auf einem Rost erkalten lassen. 

Die Himbeeren mit dem Zucker in einem Topf aufkochen und das Geliermittel nach Packungsanweisung einrühren - ggf. erst im Kalten Zustand. Die Himbeermasse abkühlen lassen und kalt stellen. Sobald die Masse zu gelieren beginnt kann es weitergehen. Die Sahne mit dem San Apart nach Anleitung steif schlagen und bis zur weiteren Verwendung kühl stellen. Das Geliermittel in den Joghurt rühren und die gelierten Himbeeren einrühren. Wenn beides eine homogene Masse ist, die Sahne mit einem Teigschaber unterheben und die Torte damit füllen.

Aus dem Boden mit Hilfe einer Untertasse oder einem Tortenboden drei gleich große Böden ausschneiden. Einen der drei ausgeschnittenen Böden auf eine Tortenpappe legen. Da die Creme erst im Kühlschrank komplett fest wird, lege ich einen Tortenring um den untersten Boden und gebe 1/3 der Himbeermousse auf den Boden. Den zweiten Boden auflegen und ebenso verfahren. Den obersten Boden auf die zweite Schicht Himbeermousse legen und mit Frischhaltefolie abdecken. Die Torte am Besten über Nacht fest werden lassen. 

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Aus der übrigen Creme habe ich mit Hilfe von kleinen Dessertringen weitere Torten geschichtet und so auch mehr von dem Vanilleboden verwendet. Alternativ lässt sich das als Dessert zusammen in einem Glas schichten, da kann man wunderbar ein bisschen Obst mit hinein geben und hat ein köstliches Dessert.

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Am nächsten Tag die Buttercreme herstellen. Dazu die Eier trennen und die Eigelbe anderweitig (z.B. für einen Pudding oder ein Curd) verwenden. Das Eiweiß und den Zucker unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen über einem kochenden Wasserbad auf 65°C erhitzen. Hierbei ist ein Thermometer notwendig. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Wasserbad entfernen und das Eiweiß steif schlagen. So lange weiterschlagen, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist. Dies kann einige Minuten dauern. Nun die zimmerwarme Butter (die Temperatur der Butter ist sehr wichtig für das Gelingen der Creme) in drei Portionen unter den Eischnee rühren, bis eine homogene und glatte Creme entstanden ist. Sollte die Creme ausnahmsweise doch ausflocken, kann man sie einfach kurz über dem Wasserbad erwärmen und wieder glattrühren. Den Tortenring entfernen und die Torte dünn mit der Buttercreme einstreichen. Die Torte sollte für mind. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. 

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Den Fondant ausrollen und die Torte damit möglichst glatt überziehen. Ggf. kleine Törtchen ebenso einkleiden und auf der Torte platzieren. Die Torte mit der vorbereiteten Dekoration verzieren und den Clown anbringen. Die Torte sollte gut durchkühlen und aber mindestens 45 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden. 

Lasst sie euch schmecken und habt eine wunderbare (Kuchen-)Zeit - mit oder ohne Karneval. Ein dreifaches Helau, Helau, Helau!!

Eure Tine

Salzkaramell-Törtchen {Macarons / Salzkaramell / Vanille / Meringue}

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In diesem Jahr ist es kein Champagner, aber etwas Besonderes ist auch dieses Törtchen. Üppig in Gold, kann es mit jedem Silvester-Feuerweck locker konkurrieren. Gefüllt ist das Törtchen süß und salzig zugleich, denn Salzkaramell trifft auf süße Vanille-Buttercreme. Das ist eine großartige Kombination, die es in 2018 bestimmt öfters auf den Blog schaffen wird.

Bevor ich euch das Rezept ausführlich vorstelle, möchte ich mich bei euch bedanken: Vielen, vielen Dank euch allen für eure Unterstützung und euer Interesse an meinem Blog in den letzten 12 Monaten und auch während der Phasen, die es hier etwas ruhiger war! 2017 hat viele großartige Veränderungen mit sich gebracht, ich durfte spannende neue Erfahrungen sammeln und musste einige Herausforderungen meistern. Insgesamt war 2017 ein wunderbares Jahr und ich hoffe, dass auch ihr eine positive Bilanz ziehen könnt! Aber jetzt freue ich mich auf 2018 und darauf, meine Pläne umzusetzen. Ich bin gespannt, was das neue Jahr für mich bereit hält und wünsche euch alles Liebe und Gute! 

Das Rezept für das Salzkaramell stammt von der Küchendeern und den wunderschönen Caketopper habe ich bei Fräulein K sagt ja besorgt. 

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Zutaten für den Boden

  • 260g Zucker (je zur 1/2 brauner und weißer Zucker)
  • 300g weiche Butter
  • 5 Eier (ergeben auch etwa 300g)
  • 100ml Schlagsahne
  • 2 Tl Backpulver
  • 300g Mehl

Zutaten für die Buttercreme

  • 4 Eiweiß (Größe L)
  • 200g feinen Zucker
  • 250g zimmerwarme Butter

Zutaten für das Salzkaramell

  • 400g Zucker
  • 200g Butter
  • 250ml Sahne
  • 1-3 Tl Salz

Zutaten für die Dekoration

  • 250g weiße Schokolade
  • Flüssige Lebensmittelfarbe in Gold
  • Macarons
  • Zuckerperlen in weiß und goldfarben 
  • Blattgold
  • Goldenes Lebensmittelspray
  • Caketopper

Zubereitung

Einen Tag bevor ich die Torte fertigstelle backe ich den Boden und bereite das Karamell zu. Alle Zutaten für den Boden sollten zu Beginn Zimmertemperatur haben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. In der Küchenmaschine rühre ich die weiche Butter mit dem Zucker schaumig. Die Eier kommen einzeln hinzu und werden jeweils gründlich untergemischt. Die Masse sollte luftig und blass gelb sein. Die Sahne hinzugeben und das Mehl mit dem Backpulver mischen und nur ganz kurz unterrühren. Den Teig auf dem vorbereiteten Backblech glattstreichen und für ca. 20-25 Minuten im Ofen backen und auf einem Rost erkalten lassen. 

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Für das Salzkaramell den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Sobald der Zucker flüssig ist sollte man ständig rühren und ihn leicht braun werden lassen. Nun die Butter nach und nach zugeben und weiter kräftig rühren. Die Sahne ebenfalls unter Rühren hinzugeben und das Karamell etwas einkochen lassen, es dickt allerdings beim Abkühlen noch nach. Das Karamell in eine Schüssel umfüllen und das Salz hinzugeben. Hierbei hier hängt es von eurem persönlichen Geschmack ab wieviel ihr nehmt. Das Salz nach und nach hinzugeben und jeweils sorgfältig unterrühren und probieren, aber vorsichtig das Karamell ist sehr heiß! 

Am nächsten Tag aus dem Boden vier Tortenböden mit einem Durchmesser von jeweils 15cm ausschneiden. Einen Boden auf eine Tortenpappe setzten. 

Für die Buttercreme die Eier trennen und die Eigelbe anderweitig (z.B. für einen Pudding oder ein Curd) verwenden. Das Eiweiß und den Zucker unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen über einem kochenden Wasserbad auf 65°C erhitzen. Hierbei ist ein Thermometer notwendig. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Wasserbad entfernen und das Eiweiß steif schlagen. So lange weiterschlagen, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist. Dies kann einige Minuten dauern. Nun die zimmerwarme Butter (die Temperatur der Butter ist sehr wichtig für das Gelingen der Creme) in drei Portionen unter den Eischnee rühren, bis eine homogene und glatte Creme entstanden ist. Sollte die Creme ausnahmsweise doch ausflocken, kann man sie einfach kurz über dem Wasserbad erwärmen und wieder glattrühren. 1/3 der Creme und das Karamell jeweils in einen Spritzbeutel füllen.

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Auf den ersten Boden am Rand einen breiten Ring aus Buttercreme spritzen und das Innere mit Karamell füllen. Den zweiten Boden aufsetzten und komplett dünn mit Buttercreme bestreichen. In der Mitte ein bisschen Karamell aufspritzten und den dritten Boden auflegen. Beim dritten Boden ebenso wie beim ersten verfahren und dann den letzten Boden auflegen. Nun die gesamte Torte dünn mit Buttercreme einstreichen und für ca. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. Anschließend die Torte mit der verbleibenden Buttercreme möglichst glatt einstreichen und kühl stellen.

Wenn die Buttercreme angezogen ist, das braucht noch einmal ca. 30 Minuten, die Schokolade schmelzen und auf ca. 35°C abkühlen lassen. Das kann man gut testen, indem man etwas Schokolade an die Unterlippe hält und sich die Schokolade weder kalt noch heiß anfühlt. Zuerst am Rand etwas Schokolade hinunterlaufen lassen und dann die Oberfläche komplett mit Schokolade überziehen. Wenn die Schokolade fest ist, diese mit der Farbe golden anmalen. Die Torte anschließend nach Geschmack mit restlicher Creme, Zuckerperlen, Macarons und dem Topper dekorieren. Aus der verbleibenden Schokolade ein Ornament formen und dieses in Gold ansprühen und ebenfalls auf der Torte befestigen. 

Vor dem Verzehr sollte die Torte mindestens 30 Minuten Zimmertemperatur nehmen um den vollen Geschmack entwickeln zu können. 

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Nun wünsche ich euch noch schöne verbleibende Stunden in 2017. Euch und euren Liebsten einen guten Start in ein erfolgreiches, gesundes und glückliches 2018! Habt einen guten Rutsch und eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Cranberry-Torte {Cranberries / Meringue / Vanille}

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Heute stelle ich euch endlich diese Schönheit vor. Die gezuckerten und getrockneten Cranberries verleihen der Torte eine schlichte Eleganz und ihr leichtes Knacken macht den Genuss zu einem besonderen Erlebnis. 

Wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich kein großer Süß-Esser bin. Darum bin ich immer auf der Suche nach einem säuerlichen Gegenpol zur doch recht süßen Meringe-Buttercreme. Cranberries eignen sich dafür hervorragend. In diesem Rezept krönen sie nicht nur die Torte, sondern sich auch im Boden versteckt und verströmen dort ihr säuerlich fruchtiges Aroma. 

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Zutaten für den Boden

  • 260g Zucker (je zur Hälfte brauner und weißer Zucker)
  • 300g weiche Butter
  • 5 Eier (ergeben auch etwa 300g)
  • 100ml Schlagsahne
  • 2-3 El Schokoladentropfen
  • 2 Tl Backpulver
  • 300g Mehl
  • ca. 200g frische Cranberries

Zutaten für die Meringue-Buttercreme

  • 4 Eiweiß
  • 200g Zucker (feiner Backzucker ist ideal)
  • 250g Butter

Zutaten für die geeisten Cranberries

  • 1 EL Wasser
  • 1 EL frisches oder pasteurisiertes Eiweiß
  • 1 Packung frische Cranberries
  • 200 g Zucker

Zubereitung

Am Abend bevor ich das Törtchen fertigstelle, backe ich bereits den Boden. Alle Zutaten sollten zu Beginn Zimmertemperatur haben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Meine Küchenmaschine kommt heute zum Einsatz und rührt die weiche Butter mit dem Zucker schaumig. Die Eier kommen einzeln hinzu und werden jeweils gründlich untergemischt. Die Masse lasse ich lieber etwas zu lange als zu kurz rühren, dann wird der Kuchen später schön locker. Nun die Sahne hinzugeben. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und nur kurz unterrühren. Die frischen Cranberries mit einem Teigschaber kurz unterheben und den Teig auf dem vorbereiteten Backblech glatt streichen. Den Kuchen für ca. 20-25 Minuten im Ofen backen und vollständig (über Nacht) auf dem Blech auskühlen lassen.

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Für die "geeisten" Cranberries die frischen Beeren waschen, das Eiweiß mit 1 EL Wasser verrühren und mit den Früchten vermischen. 2/3 des Zuckers auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und die Cranberries darin wälzen, bis sie überall mit dem Zucker bedeckt sind. Im ca. 60°C warmen Backofen ca. 2 Stunden trocknen lassen. Anschließend nochmals im verbleibenden Zucker wälzen und bei Zimmertemperatur vollständig auskühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verwenden.

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Am folgenden Tag geht es mit der Buttercreme weiter. Dazu die Eier trennen und die Eigelb anderweitig (z.B. für einen Pudding oder ein Curd) verwenden. Das Eiweiß und den Zucker unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen über einem kochenden Wasserbad auf 65°C erhitzen. Hierbei ist ein Thermometer notwendig. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Wasserbad entfernen und das Eiweiß in der Küchenmaschine steif schlagen. So lange weiterschlagen, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist – dies kann einige Minuten dauern. Nun die zimmerwarme Butter (das ist wirklich sehr wichtig für das Gelingen der Creme) in drei Portionen unter den Eischnee rühren, bis eine homogene und glatte Creme entstanden ist. Sollte die Creme ausnahmsweise doch ausflocken, kann man sie einfach kurz über dem Wasserbad erwärmen und wieder glatt rühren.

Aus dem Boden mit Hilfe einer Untertasse drei runde Tortenböden ausschneiden. Den übrigen Teig so naschen oder zum Beispiel für Cake-Pops verwenden. Den ersten Boden mit etwas Creme auf einer Tortenpappe oder einem Kuchenteller fixieren. 2 EL Buttercreme auf dem Boden verteilen und den zweiten Boden auflegen. Wiederrum 2 EL Buttercreme auf dem Boden glatt streichen und den dritten Boden auflegen. Die Torte im ersten Schritt oben und an den Seiten dünn mit Creme einstreichen und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Anschließend die Torte mit der restlichen Creme möglichst glatt einstreichen und mit den gezuckerten Cranberries verzieren.

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Mit den geeisten Früchten zaubert sie eine winterliche Stimmung auf jede Kaffeetafel. Lasst euch verführen und habt eine gute (Kuchen-)Zeit. 

Eure Tine

Brombeer-Meringue-Tarte {Brombeeren / Zitrone / Mohn / Quark / Knuspersommer}

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Ich freue mich sehr, nach viel zu langer Zeit endlich wieder ein neues Rezept mit euch zu teilen und danke euch für eure Treue in der Zwischenzeit! Im Sommer ist sehr viel passiert in der Kuchenwelt, unter anderem sind wir endlich umgezogen, haben uns eingelebt und auch der neue Backofen und ich sind, nach einigen Startschwierigkeiten, Freunde geworden. Wer meine Instagram-Stories verfolgt hat, hat die eine oder andere Back-Panne gesehen.

Bevor der Sommer in diesem Jahr aber vollkommen an der Kuchenwelt vorbeieilt, hüpfe ich kurz vor Schluss noch rasch in den Knuspersommer rein. So eine Blogaktion ist genau das Richtige für meine Rückkehr in die Kuchenwelt, vielen Dank, liebe Sarah! Vor zwei Jahren habe ich schon einmal an dieser tollen Aktion teilgenommen, die Sarah auf ihrem Blog „Das Knusperstübchen“ ausrichtet. Damals habe ich euch das Rezept für meinen absoluten Lieblingsstreuselkuchen mit Kirschen, Pistazien und Schokolade vorgestellt, den ich immer wieder, auch in abgewandelten Varianten backe. Solltet ihr den noch nicht kennen, hier geht’s zum Rezept.

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Die Tarte, mit der ich heute am Knuspersommer teilnehme, hat für mich schon jetzt das Potenzial ein ähnlicher Lieblingskuchen zu werden. Knuspriger Mürbeteig, inspiriert von der wundervollen Peggy Porschen, in Kombination mit saftiger Quarkcreme und süßen Brombeeren wird von Meringue-Tupfen gekrönt, die auf der Zunge zergehen. Na, wer kann da schon widerstehen?

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Zutaten für den Boden

  • 400g Mehl (Peggy verwendet Typ 405, aber auch 100g Vollkornmehl gemischt mit 300g Weizenmehl Typ 405 klappt prima und verleiht dem Gebäck ein leicht nussiges Aroma)
  • 200g feiner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 200g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 El Mohn
  • Abrieb einer Zitronenschale

Zutaten für Quarkcreme

  • 250g Quark
  • 2 Eigelb
  • ½ Tl Vanilleextrakt oder Mark von ½ Vanilleschote
  • 1-2 El Argavendicksaft

Zutaten für die Brombeerfüllung

  • 400g frische Brombeeren
  • 1-2 El Vollrohrzucker
  • 1 Päckchen Direkt-Gelatine

Zutaten für die Meringue

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100g feiner Zucker oder Puderzucker

Zubereitung

Das Rezept ist für eine eckige Tarteform (11x35cm) ausgelegt. Den Boden der Form lege ich mit Backpapier aus und stelle sie zur Seite. Als Erstes bereite ich die Brombeerfüllung zu. Die Früchte waschen, auf Küchenpapier leicht abtropfen lassen und verlesen. Mit dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen und sobald die Brombeeren kochen, die Hitze reduzieren und einige Minuten weiter köcheln lassen. Dabei ständig rühren, damit die Brombeeren nicht anbrennen. Die Früchte mit einer Gabel leicht zerdrücken und den Topf vom Herd nehmen und die Beeren erkalten lassen.

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Nun den Mürbeteig vorbereiten. Dazu die Butter schmelzen und zusammen mit dem Zucker und dem Ei verrühren. Mehl und Salz mischen, ebenso Mohn und Zitronenabrieb hinzufügen. Die feuchten und die trockenen Zutaten nun rasch vermengen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Das klappt sehr gut mit einem Teigschaber und anschließend mit den Händen. Den Teig in Folie gewickelt für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Für die Tarte verwende ich später nur die Hälfte des Teiges. Aus dem Rest backen wir meist Kekse, die das Kuchenkind heiß und innig liebt. Alternativ bereitet ihr nur die Hälfte des oben beschriebenen Rezeptes zu.

Für die Meringue die Eier trennen und die Eigelb für die Quarkmasse zur Seite stellen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz in eine Rührschüssel geben und mit einem Handmixer oder der Küchenmaschine weißlich aufschlagen. Den Zucker zufügen und solange weiterrühren, bis ein fester glänzender Eischnee entsteht.

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Während die Küchenmaschine eifrig rührt, alle Zutaten für die Quarkfüllung mit einander verrühren und bereitstellen. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen.

Als nächstes hole ich den Teig aus dem Kühlschrank und kleide mit der Hälfte die Tarteform aus. Der Boden sollte dabei nicht zu dick werden. Die Quarkmasse darauf geben und alles für ca. 25 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.

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Kurz bevor die Tarte aus dem Ofen kommt, die ausgekühlten Brombeeren andicken. Dazu das Gelatinepulver unter ständigem Rühren nach und nach unter die Brombeeren mischen. Die Tarte aus dem Backofen holen, wenn die Quarkmasse leicht aufgegangen ist und eine feste Oberfläche hat. Der Boden sollte goldbraun sein.

Die Temperatur vom Backofen auf 90°C Umluft reduzieren. Dazu die Backofentür für einige Minuten offenstehen lassen. Sobald die Tarte etwas ausgekühlt ist, die angedickten Brombeeren auf der Quarkschicht verteilen und die Meringue mit Hilfe eines Spritzbeutels mit Sterntülle in Tupfen auf die Tarte spritzen. Die Tupfen, wenn vorhanden, mit einem Bunsenbrenner an den Rändern ganz vorsichtig anflämmen. Das schaut hübsch aus, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Nun die Tarte für ca. 1 bis 11/2 Stunden im Ofen bei geschlossener Tür trockenen lassen.

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Die Brombeertarte schmeckt am besten frisch, im Kühlschrank hält sie sich ein paar Tage. Vor allem wegen der Meringue-Tupfen sollte sie jedoch innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Habt einen wunderschönen Tag und eine gute (Kuchen-)Zeit.

Bis bald, Eure Tine

 

Oreo Dipped-Cake {Vanille / Oreo / Schokolade}

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Ein langes Wochenende - wie wunderbar! Habt ihr Pläne? Wir werden es ruhig angehen lassen, nachdem wir in den letzten Wochen ständig unterwegs waren. Und wir werden den Frühling genießen und ihn festhalten - ich habe einfach keine Lust mehr auf den Winter! Das Törtchen, das ich euch heute vorstelle, habe ich schon vor einiger Zeit gebacken, es war ein Geburtstagstörtchen. Höchste Zeit also, dass es auf dem Blog landet. Oreo-Kekse sind in unserer ganzen Familie sehr beliebt und ich verstecke meine Vorräte meist, damit zum Backen auch noch etwas übrig ist.

Im Vanilleboden stecken Oreo-Stückchen und in der Meringue-Buttercreme habe ich fein gemahlene Oreo-Kekse verarbeitet. Gekrönt wird es von Schokoornamenten, Keksen und einer Schokoladenglasur – so lecker.

Zutaten für den Boden

  • 260g Zucker (je zur Hälfte brauner und weißer Zucker)
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 300g weiche Butter
  • 5 Eier (ergeben auch etwa 300g)
  • 100ml Schlagsahne
  • 3 Päckchen (12) Oreo-Kekse gehackt
  • 2 Tl Backpulver
  • 300g Mehl

Zutaten für die Meringue-Buttercreme

  • Eiweiß von 4 Eiern der Größe L
  • 200g feiner Zucker
  • 250g zimmerwarme Butter
  • 1,5 Päckchen (6) Oreo-Kekse

Zutaten für die Dekoration

  • 100g Schokoladen Candy Melts in Rosa
  • Zuckerperlen in Rosa
  • Große und kleine Oreo-Kekse
  • Lebensmittelfarbe in Gold – nach Geschmack

Zubereitung

Am Abend bevor ich das Törtchen fertigstelle, backe ich bereits den Boden. Alle Zutaten sollten zu Beginn Zimmertemperatur haben. Nun ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen.

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Meine Küchenmaschine kommt heute zum Einsatz und rührt die weiche Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker schaumig. Die Eier kommen einzeln hinzu und werden jeweils gründlich untergemischt. Die Masse lasse ich lieber etwas zu lange als zu kurz rühren. Nun die Sahne hinzugeben. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und nur kurz unterrühren. Die Keks-Stückchen mit einem Teigschaber unterheben und den Teig auf dem vorbereiteten Backblech glattstreichen.

Den Kuchen für ca. 20-25 Minuten backen und vollständig (über Nacht) auf dem Blech auskühlen lassen. Sobald der Kuchen etwas abgekühlt ist, sollte er abgedeckt werden, damit er nicht die Nacht über austrocknet.

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Am nächsten Tag kommt zuerst die Meringue-Buttercreme an die Reihe: Dazu die Eier trennen und die Eigelbe anderweitig (z.B. für einen Pudding oder ein Curd) verwenden. Das Eiweiß und den Zucker in einer Metallschüssel unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen über einem kochenden Wasserbad auf 65°C erhitzen. Hierbei ist ein Thermometer notwendig. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Wasserbad entfernen und das Eiweiß steif schlagen. So lange weiterschlagen, bis die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist – dies kann einige Minuten dauern. Die Oreo-Kekse trennen und die Creme von den Keksen entfernen. Die Creme so naschen oder unter einen Joghurt rühren und als Nachtisch mit frischen Früchten essen. Die Kekse in einen Gefrierbeutel füllen und mit einem Fleischklopfer fein zerstoßen. Sobald die Meringuecreme Zimmertemperatur hat, die zimmerwarme Butter (das ist wirklich sehr wichtig für das Gelingen der Creme) in drei Portionen unter den Eischnee rühren, bis eine homogene und glatte Creme entstanden ist. Sollte die Creme ausnahmsweise doch ausflocken, kann man sie einfach kurz über dem Wasserbad erwärmen und wieder glattrühren. Zum Schluss kommen die zerstoßenen Oreo-Kekse hinzu. Sollte die Creme zur weiteren Verarbeitung zu weich sein, kann man sie einen Moment im Kühlschrank aufbewahren.

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Aus dem Boden mit Hilfe einer Untertasse oder einem kleinen Teller drei runde Tortenböden schneiden; den übrig bleibenden Teig kann man z.B. prima zu Cake-Popps verarbeiten. Nun den ersten Boden mit etwas Creme auf einer Tortenpappe fixieren. Den Boden mit 2-3 El Buttercreme bestreichen und den nächsten Boden auflegen und ebenso verfahren. Nun den dritten Boden auflegen und die Torte rundherum mit Buttercreme einstreichen, um die Krümel zu binden. Das Törtchen für ca. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen, dann mit einer weiteren Schicht Buttercreme umhüllen. Die Seiten, die Kanten und die Oberfläche sollten möglichst glatt sein. Die Torte nun für mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Candy Melts nach Anleitung schmelzen und etwas von der Schokoladenmasse auf Butterbrotpapier streichen. Das Papier mit Hilfe von Gläsern oder Schalen wellen, so dass hübsche Ornamente entstehen. Mit der restlichen Schokolade die Torte überziehen. Sollte die Masse zu fest sein, ggf. etwas Kokosfett auflösen, so dass sie streichfähiger wird. Mit einem Löffel zuerst ein wenig Schokolade an den Rand der Torte geben, so dass Tropfen hinunterlaufen. Den Rest rasch auf der Oberfläche der Torte verstreichen. Die Torte zügig dekorieren, da die Schokolade rasch anzieht und die Dekoration dann nicht mehr haften bleibt. Evtl. Reste der Buttercreme zu Tupfen auf die Torte spritzen.

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Ich glaube die Torte ist eine tolle Geburtstagsüberraschung gewesen und ich freue mich schon, wenn der nächste Geburtstag ansteht. Nun wünsche ich euch aber erst einmal einen schönen ersten Mai und ein sonniges langes Wochenende!

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit. Eure Tine